Start des EU-Projekts ALIGN - Advancing Leadership and Inclusion in Governance of Sport

Das Institut für Bewegungs- und Sportwissenschaft der Universität Wien (ISBW) ist Partner im Erasmus+ Projekt „ALIGN“, das von der EU kofinanziert und vom IOC unterstützt wird. Ziel des Projekts sind die Stärkung inklusiver, transparenter und ethischer Führungsstrukturen im Sport in der Ukraine und Moldawien sowie die Kooperation auf europäischer Ebene.

Beim hybriden Kick-Off-Meeting am 4. Mai 2026 trafen einander die Projektpartner: 

•    Ukraine: Nationales Olympisches Komitee (NOK) (Projektkoordination)
•    Moldawien: NOK, Sport Komitee und Impact Force
•    Österreich: ISBW, Fachbereich Sportpädagogik & Fachdidaktik (Rosa Diketmüller, Marlene Freilinger) 

ALIGN greift die veränderten Rahmenbedingungen in den osteuropäischen Nachbarstaaten auf, wonach Führungsebenen in Sportorganisationen in der Ukraine und Moldawien diverser und weiblicher geworden sind, während institutionelle Strukturen und Rahmenbedingungen kaum weiterentwickelt wurden. ALIGN erhebt den Ist-Stand, um darauf aufbauend nachhaltige Strukturreformen in Gang zu setzen.

Dazu der Präsident des ukrainischen Olympischen Komitees Vadym Guttsait: „Sport is more than sport — it shapes how we govern, make decisions and create opportunities. In Ukraine’s current reality, inclusive governance has proven to be a tool of resilience and recovery. As coordinator of ALIGN, we bring together strong partners to turn shared European and Olympic values into practical change — making governance more inclusive, transparent and impactful across Ukraine, Moldova and the wider region.”


Unter dem Motto: „Verstehen, befähigen, verändern“ werden die Bedürfnisse der nationalen Sportverbände und NOCs von der Ukraine und Moldawien erhoben, nationale Aktionspläne für beide Partnerländer ausgearbeitet und Leadership Workshops sowie Mentoring-Programme implementiert. Die Entwicklung eines mehrsprachigen, digitalen Trainingstools stellt für Trainer*innen, Athlet*innen, Verbände sowie Amateurvereine eine kostenlose, asynchrone Weiterbildungsmöglichkeit dar.


Die Universität Wien unter der Federführung von Rosa Diketmüller ist verantwortlich für das Workpackage Bedürfnisanalyse in den Projektländern: „ALIGN ist zwischen Forschung, Aktionsplanung und Sportpraxis angesiedelt. Unsere Rolle ist es, evidenzbasierte Daten bereitzustellen, um daraus Konsequenzen für moderne Führungskonzepte abzuleiten und Interventionen in Gang zu setzen, die den realen institutionellen Gegebenheiten Rechnung tragen. Durch die Förderung von Wissenstransfer und Capacity Building wollen wir nachhaltig dazu beitragen, moderne Führungskonzepte in Sportorganisationen zu implementieren.“


Wesentlicher Bestandteil von ALIGN ist die Überzeugung, dass Sport ein treibender Faktor für institutionelle Reformen und sozialen Fortschritt in den osteuropäischen Nachbarländern ist. Durch die Implementierung inklusiver Führungspraktiken und den Aufbau langfristigen Kapazitäten trägt das Projekt nachhaltig dazu bei, dass Sportorganisationen inklusiver, resilienter und gerechter werden.  

Pedro Dias, Manager für Geschlechtergerechtigkeit und Inklusion beim IOC, fasst die Idee von ALIGN so zusammen: „ALIGN reflects exactly the kind of collaborative effort needed to achieve gender equality in sport. Advancing gender equality in sport is a shared responsibility, and this project brings together the right stakeholders to deliver concrete impact. The IOC will follow its progress closely, support the consortium where appropriate, and help amplify its results globally. We expect ALIGN not only to deliver impact in Ukraine and Moldova, but also to generate tools and knowledge that can benefit the wider region and the Olympic Movement as a whole.“

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