Nachruf ao. Univ.-Prof. i. R. Dr. med. Gerhard Smekal

09.03.2021

Am 1. März 2021 ist unser geschätzter Kollege, ao. Univ.-Prof. i. R. Dr. med. Gerhard Smekal, viel zu früh von uns gegangen.

28 Jahre war er in verschiedenen Funktionen am Institut für Sportwissenschaft tätig. In seiner unnachahmlichen Art hat er sich stets an vorderster Front für die Interessen des Instituts eingesetzt und dabei Positionen, von denen er überzeugt war, konsequent vertreten.

Durch seine Tätigkeit in der sportwissenschaftlichen und der sportmedizinischen Forschung und Lehre konnte er seine sportlichen Ambitionen und Interessen auch im Beruf weiterverfolgen. Gerhard Smekal war in seiner Jugend sportlich sehr aktiv und hat insbesondere die Sportarten Handball als Leistungssportler sowie Tennis, Skifahren, Fußball, Volleyball und Laufen betrieben.

1988 hat er sein Medizinstudium mit der Promotion zum Doktor der allgemeinen Heilkunde abgeschlossen, später die Facharztausbildung für medizinische Leistungsphysiologie. Neben dem Medizinstudium hat er zahlreiche Vorlesungen in Geschichte und Kunstgeschichte besucht. Die Habilitation erwarb er im Fach Medizinische Leistungsphysiologie unter Berücksichtigung der präventiven, rehabilitativen und sportwissenschaftlichen Trainingslehre.

Seine Forschungsschwerpunkte umfassten Untersuchungen zur Laktatkinetik und Atemgasdynamik, die Anwendung neuer Messtechniken zur Ermittlung des Energiebedarfs in verschiedenen Sportarten, die Entwicklung neuer Methoden zur Erfassung der sportartspezifischen Leistungsfähigkeit, die weiterführende Entwicklung von Methoden zur sportartspezifischen Überwachung der Leistungsentwicklung in verschiedenen Sportarten und Untersuchungen zu Ernährung und Leistungsfähigkeit.

Neben seiner Tätigkeit am Institut war er auch Mitarbeiter am Österreichischen Institut für Sportmedizin (ÖISM), hatte die wissenschaftliche Leitung der sportmedizinischen und leistungsdiagnostischen Betreuung der Frank-Stronach-Fußball-Nachwuchsakademie Hollabrunn und der Tennis-Sport-HTL Hollabrunn inne und war Betreuer der österreichischen Orientierungslauf-Nationalmannschaft, wo er auch dem wissenschaftlichen Beirat des Verbandes angehörte. In der österreichischen Ärztekammer war er Fachvertreter für das Fach „Medizinische Leistungsphysiologie“.

Vielen Kolleginnen und Kollegen wird er durch seinen Einsatz als Mittelbauvertreter in der Grund- und Integrativwissenschaftlichen Fakultät und der Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften in sehr guter Erinnerung bleiben.

Neun Jahre war Gerhard Smekal Studienprogrammleiter. Er hat in dieser Funktion höchsten Einsatz gezeigt und konnte überaus erfolgreich die Interessen der Universität, der Lehrenden und der Studierenden koordinieren.

Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie, die ihm so viel bedeutet hat.  

 

Gerhard, wir vermissen Dich sehr!

 

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Arnold Baca

Zentrumsleiter